Über uns

Der Landesverband Bayern der Gehörlosen e. V. vertritt die politischen, wirtschaftlichen, sprachlichen und kulturellen Interessen der Gebärdensprachgemeinschaft in Bayern. Dies umfasst Gehörlose bzw. Taube und anderer Menschen mit Hörbehinderungen. Gegründet am 4. März 1951, setzt sich der Verband für kontinuierliche Verbesserung der Lebenssituation von Gehörlosen ein, indem er kommunikative Barrieren abbaut, die Gebärdensprache fördert und Rechte wahrt, um eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen.

WISSENSWERTES

über den Landesverband Bayern der Gehörlosen e.V.

Wer wir sind: Die Stimme der Gebärdensprachgemeinschaft

Der Landesverband Bayern der Gehörlosen e. V. (LVBYGL) ist die Selbstvertretungsorganisation für rund 10.000 gehörlose bzw. taube Menschen sowie Menschen mit Hörbehinderungen im Freistaat Bayern.

Seit unserer Gründung am 4. März 1951 hat sich unser Selbstverständnis grundlegend gewandelt: Wir haben uns von einer rein karitativen Fürsorgeperspektive hin zu einem emanzipatorischen, menschenrechtsbasierten Ansatz entwickelt. Für uns ist die Deutsche Gebärdensprache (DGS) nicht nur ein Kommunikationsmittel, sondern unser wertvolles kulturelles Erbe und das primäre Identitätsmerkmal unserer Gemeinschaft.

Unsere Mission: Politisch. Sprachlich. Kulturell.

Wir vertreten die politischen, wirtschaftlichen, sprachlichen und kulturellen Interessen unserer Mitglieder auf Landesebene. Unser Ziel ist die uneingeschränkte und gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen. Wir kämpfen für die kontinuierliche Verbesserung der Lebenssituation unserer Gemeinschaft, indem wir:

  • Kommunikative Barrieren abbauen und Barrierefreiheit konsequent einfordern. 
  • Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) fördern und als vollwertige Sprache stärken. 
  • Rechte wahren und politische Weichenstellungen (z. B. das bayerische Gehörlosengeld) aktiv vorantreiben.


Was wir bewegen: Unsere Schwerpunkte
 

  • Politische Interessenvertretung: Aktiver Dialog mit dem Bayerischen Landtag, den Ministerien sowie Sozial- und Behindertenverbänden. 
  • Empowerment: Förderung des Selbstbewusstseins und der Selbstständigkeit durch gezielte Bildungsarbeit. 
  • Seniorenarbeit: Organisation und Koordination von fachspezifischen Angeboten und Seniorentreffen auf Landesebene. 
  • Frauen & Jugend: Durchführung von Seminaren und Vernetzungsangeboten zur Stärkung spezifischer Zielgruppen. 
  • Öffentlichkeitsarbeit: Aufklärung über die Lebensrealität tauber Menschen und Einsatz für 100 % Untertitelung und Barrierefreiheit in den Medien. 
  • Vernetzung: Jährliche Arbeitstagungen, Informationstage und das Bayerische Landestreffen (alle vier Jahre) als Ort der Begegnung. 


Eine gewaltige Herausforderung: Die Quote 1 : 50
 

Trotz unserer Erfolge bleibt viel zu tun. Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht die Barrieren im Alltag: In Bayern stehen 10.000 gehörlose Bürger/-innen lediglich ca. 200 qualifizierte Gebärdensprachdolmetscher/-innen gegenüber.

Diese Quote von 1 : 50 zeigt massiven Handlungsbedarf, um eine flächendeckende barrierefreie Kommunikation im Arbeitsleben, in der Bildung und in der medizinischen Versorgung sicherzustellen. 

GEMEINSAM STARK – WERDET MITGLIED BEI UNS! 

Unterstützt die Selbstvertretung der Gehörlosen in Bayern und werdet Teil einer lebendigen Gemeinschaft, die Zukunft gestaltet.